College Football Shortcuts, März (Pt.II)

Ohio State: Julian Sayin als Howard-Nachfolger?

Nach dem Abgang von Will Howard in die NFL suchen die Ohio State Buckeyes einen Nachfolger auf der Quarterback-Position. Dieser könnte laut Aussagen einiger Draftees aber bereits im Roster stehen. Redshirt Freshman Julian Sayin sollte laut Howard selbst und Cornerback Denzel Burke das Vertrauen bekommen. „Um ehrlich zu sein, Julian ist der Mann“, konstatierte Burke rund um die NFL Combine und wurde von Ex-Spielmacher Howard bestätigt: „Jetzt kommt seine Zeit“. Nach den Abgängen von Devin Brown (Cal) und Air Noland (South Carolina) erscheint dieses Postulat tatsächlich sinnvoll, denn beim diesjährigen Spring Practice standen neben Sayin lediglich Junior Lincoln Kienholz und Freshman Tavien St. Clair im Kader. Sayin, der erst 2024 nach dem Abgang von Nick Saban aus Alabama nach Columbus wechselte, gab den hohen Erwartungen selbst jedoch einen kleinen Dämpfer. Es sei ein langer Weg zu bestreiten und noch könne man nicht sagen, wer letztlich im September das Team anführen werde. Quarterbacks Coach Billy Fessler bestätigte dies indirekt, indem er behauptete, jeder der drei QBs bringe das Nötigste mit, um Starter werden zu können. Die Hoffnung, dass es am Ende Sayin wird, ist jedoch groß. Der Four-Star und ESPN #9 Overall Recruit 2024 gilt als großer Hoffnungsträger und Ausnahmetalent. Im letzten Jahr lief er in vier Spielen auf und brachte er bei zwölf Pässen auf fünf Completions, sowie 84 Yards und einen Touchdown. In der Off-Season legte Sayin einiges an Masse zu, weswegen die physischen Voraussetzungen für die Übernahme bereits erfüllt sein dürften. Sollte der Sommer weitere Steigerungen auf dem Feld bringen, dann dürfte Sayins Aufstieg nichts mehr im Wege stehen.

Starke Recruiting-Woche bei Clemson

Highlight in Clemson! Die Tigers können sich nach einem gelungenen Recruiting-Wochenende auf die Schultern klopfen. Head Coach Dabo Swinney holte zum großen Schlag aus und konnte sich die Zusagen von insgesamt sechs begehrten Recruits der 2026er-Klasse sichern. Three-Star Cornerback Marcell Gipson kommt als #67 gerankter CB aus Dallas, während mit Four-Star Naeem Burroughs (Jacksonville, Florida) und Four-Star Connor Salmin (Potomac, Maryland) zwei hochdekorierte Prospects ihre Zusagen gaben. Insbesondere Burroughs schaffte es als #8 Wideout in die Positional Top-10, doch damit nicht genug: Mit Chancellor Barclay (#11 Interior O-Line), Running Back Adam Guthrie und QB Grant Wise wurden weitere zukunftsträchtige Verpflichtungen bekannt gegeben. Werden die Tigers damit bald wieder erfolgreich? Ein Grund zur Hoffnung: Aktuell stehen sie auf dem Recruiting Index von 247Sport an Position #2.

McNabb Jr. bald unter den Fittichen von Michael Vick?

Kürzlich unterschrieb der ehemalige NFL-Star Michael Vick einen Vertrag als Head Coach bei Norfolk State, heute könnte er sich bereits sein erstes Talent gesichert haben. Donovan McNabb Jr., Sohn des ehemaligen Quarterbacks der Philadelphia Eagles, bestätigte gegenüber ESPN, dass ein Angebot auf dem Tisch liege. McNabb gilt als mögliches Talent für die 2026er Recruiting-Klasse und zeigte sich in seiner Sophomore Season bei Brophy Prep (Phoenix) von einer guten Seite, weswegen er unter anderem Scholarship-Angebote von Arizona, Minnesota oder Syracuse bekam. Seine Liste ist nun um einen Namen reicher. Ob es zur Vereinigung Vick-McNabb kommen wird steht jedoch noch weiter in den Sternen. McNabbs Vater spielte insgesamt elf Jahre in der NFL und stand dabei in einer Saison gemeinsam mit Vick im Kader, bevor die Eagles ihn 2010 nach Washington tradeten.

Head Coach verbietet TikTok-Tänze

West Virginia Mountaineers Coach Rich Rodriguez ist bekannt für seine harte Hand, nun schränkt er die Social Media Nutzung für seine Spieler ein. Insbesondere bezog er sich dabei auf TikTok Dancing, also Tanzeinlagen, die auf der sozialen Plattform aufgeführt werden. Die Tänze verkörperten „nicht das Image unseres Programms“, teilte Rodriguez kürzlich der Mannschaft mit. Die allgemeine Nutzung könne er nicht verbieten, da dies den Privat-Bereich der Spieler betreffe. Er will jedoch den Fokus auf das Team legen und kritisierte die gesellschaftliche Tendenz, individuelle Bedürfnisse vor die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu stellen. Er stellt sich damit gegen den Hype, der im letzten Jahr unter anderem von Spielern wie Travis Hunter, Ashton Jeanty oder Dylan Raiola getragen wurde, die allesamt Tänze auf TikTok performten. Obs geholfen hat, werden wir in der kommenden Saison erfahren. Die Mountaineers kommen aus einem enttäuschenden Jahr 2024 zurück, in dem die Mannschaft nur sechs von dreizehn Spielen gewinnen konnte.

Weiterer Ex-NFL-Star wird Coach

Nach Michael Vick, Clinton Portis und weiteren ehemaligen NFL-Größen wird nun auch ein weiterer ehemaliger Star ein College-Team übernehmen. Ex-Titans-Legende Eddie George unterschreibt bei Bowling Green, nachdem er zuvor im FCS-Bereich bei Tennessee State angestellt war. In seinen ersten beiden Jahren glänzte er mit einem 9-13 Record zwar wenig, in der letzten Saison führte er das Team allerdings in die Playoffs und wurde zum Coach of the Year in der Big South gewählt. Details zum neuen Vertrag sind noch nicht bekannt.

11 Millionen jährlich für Lanning

Oregon Ducks Erfolgs-Coach Dan Lanning bleibt bis 2030 in Eugene. Eine Vertragsverlängerung über sechs Jahre wurde unterzeichnet, was sein jährliches Salär auf 11 Millionen US-Dollar anwachsen lässt. Ebenso wurden die Verträge für Offensive Coordinator Will Stein, sowie für Defensive Coordinator Tosh Lupoi verlängert, weswegen Oregon nun Planungssicherheit über Jahre hat – und zudem einen Elite Coach auf Jahre sein Eigen nennen kann. In seinen drei Saisons mit den Ducks brachte es Lanning auf insgesamt 35 Siege in 41 Spielen, gewann 2024 in der ersten Big Ten Saison auf Anhieb den Conference-Titel und konnte nur von Ohio State im Rose Bowl gestoppt werden. Die Verpflichtung legt damit den Grundstein für die weitere Karriere eines der aufstrebenden College-Trainers der letzten Jahre – und dürfte Oregon mittelfristig ans Top Tier des CFB binden.

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